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Personalverleih und Stellenvermittlung

Im Jahre 1948 wurde die erste Temporärfirma der Welt in den USA gegründet. Während den 60er Jahren kam es auch in der Schweiz zu einem vorerst noch zaghaften Aufbau der Temporär-Branche.

Anders als beispielsweise in den USA vermochte sich die Branche in der Schweiz erst spät zu etablieren. 1977 wurden mit Temporärarbeit nur gerade CHF 180 Mio. umgesetzt. Doch in den 80er Jahren boomte die Branche. Die Zahl der Stellenvermittlungsbüros erhöhte sich alleine zwischen Oktober 1983 und Juli 1989 von 340 auf über 800. Zusammen mit den Personalverleihern stieg 1994 diese Zahl auf über 1‘900 an und erreichte mit einem kontinuierlichen Anstieg Ende 2004 ein Total an konzessionierten Vermittlungs- und Verleihbetrieben von über 3‘800; das bedeutet eine Verdoppelung in den letzten 10 Jahren!

Eine Bewilligung als Stellenvermittler und –verleiher setzt eine abgeschlossene Berufslehre oder gleichwertige Ausbildung und mehrjährige Berufstätigkeit voraus. Zudem muss der Gesuchsteller im Besitz einer anerkannten Vermittler- oder Verleiherausbildung sein oder eine mehrjährige (3 Jahre) Berufserfahrung in der Arbeitsvermittlung, im Personalverleih, in der Personal-, Organisations- oder Unternehmensberatung oder im Personalwesen aufweisen. Ein einwandfreier Leumund wird vorausgesetzt. Nebst einer bestehenden Geschäftslokalität müssen mindestens CHF 50‘000.— Sicherheitskaution und Vertrags- Vorlagen für den Verleih bzw. die Vermittlung eingereicht werden, damit eine kantonale Bewilligung ausgestellt wird. Die Vermittlung vom Ausland in die Schweiz oder von der Schweiz ins Ausland bedarf einer zusätzlichen Bewilligung und zusätzlicher Sicherheitskaution.

 
      
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Outsourcing

Oft wird der administrative Aufwand im Bereich Human Resources unterschätzt. Kostengünstige Selfservice-Systeme für kleinere Unternehmen sind gefragt, welche Freiräume für wichtigere HR-Aufgaben schaffen. Tatsächlich belegen Studien, dass immer mehr Firmen weltweit solche Selfservice-Systeme etablieren; in den USA tun das bereits 48% aller befragten Firmen; in Europa sind es derzeit 27%.

Im Durchschnitt ist ein Personalverantwortlicher für 60 Mitarbeitende zuständig. 72% lagern mindestens eine HR-Aktivität aus, vor zwei Jahren waren es erst 48%. Ausgelagerte Funktionen sind unter anderem Informationssysteme für die Personaldienste sowie Administration.
Quelle NZZ, vom 19.03.2003, Studie PricewaterhouseCoopers

Damit sich ein Unternehmen auf seine Kernkompetenzen konzentrieren kann, schafft die Auslagerung von Arbeitsbereichen Zeit. Oft ist es für kleine, mittlere aber auch grosse Betriebe die bessere Lösung, Bereiche durch fachkompetente Drittfirmen ausführen zu lassen, als eigenes Personal dafür einzustellen und mit permanenten Schulungen fachspezifisch up-to-date zu halten. Zudem ist mit Outsourcing die Stellvertretung gelöst.

Die Gartner-Gruppe ermittelte für den US-Outsourcing-Markt in den Jahren 1997 - 2002 im Personalbereich eine Verdreifachung des Umsatzes.


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